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Zum Gedenken an mein Hamstermädchen "Wuschel"

 

24. November 2010

 

Heute um 14 Uhr ist mein geliebtes Wuschelchen in meinem Arm für immer eingeschlafen. Die letzten Stunden hatte sie ein knackendes Geräusch beim Atmen, wahrscheinlich eine Lungenentzündung. In den letzten Minuten hat sie blutigen Schleim gespuckt. Es ging alles so schnell. Zum Tierarzt haben wir es nicht mehr geschafft.

Wuschel war mein Kuschelhamster. Sie hat sich gerne streicheln lassen und die Kuscheleinheiten geliebt. Sie wird mir sehr fehlen. Ihre letzte Ruhe hat sie neben ihrem Bruder Sid im Garten gefunden.

Liebe Wuschel, Du warst einzigartig. Ich werde Dich sehr vermissen.

 

 

 

 

 

Das ist ihre Geschichte.

 

 

 

 

 

Ich schreibe diese Zeilen, um mich bei meinem neuen Frauchen zu bedanken – sie hat mir mein Leben gerettet.

Zu meiner Vorgeschichte nur soviel. Ich wurde mit meinen Geschwistern auf engem Raum zusammen gehalten. Meine Geschwister wurden nacheinander verkauft und ich war zum Schluss nur noch mit meiner Schwester dort. Anfangs kuschelten wir zusammen, dann wurde sie futterneidisch und von Tag zu Tag aggressiver.  

Am 09. Februar 2009 hat sie mich ganz brutal zusammengebissen. Mein ganzer Rücken und meine rechte Hüfte waren mit tiefen Bisswunden übersät, ich habe viel Blut verloren und hatte wahnsinnige Schmerzen. Irgendwie überlebte ich diesen Angriff, wie, weiß ich auch nicht mehr. Ich konnte nicht mehr laufen, musste mein Hinterteil hinter mir herziehen. An den Futternapf und das Wasser habe ich mich nicht mehr getraut, habe mich in die hinterste Ecke im Heu verkrochen und habe mich kaum getraut, zu atmen.  

Mein jetziges Frauchen erfuhr 2 Tage später von dem schlimmen Vorfall und holte mich erstmal ganz schnell zu sich nach Hause zur Pflege. Ihr standen die Tränen in den Augen, als sie mich sah. Ich bin ja zudem auch noch Sid`s leibliche Schwester. 

Mir ging es in den folgenden Tagen zusehens schlechter. Mein Rücken bestand nur noch aus einer dicken Kruste, die fürchterlich anfing zu stinken, da sich alles darunter alles entzündet hatte und zu eitern begann.

Mein neues Frauchen brachte mich zum Tierarzt. Ich hatte fürchterliche Angst, aber ich musste ja tapfer sein, Frauchen blieb ganz nah bei mir. Mir wurde das restliche Fell von meinem Rücken geschnitten und ich bekam eine Spritze. Dann bekamen wir noch Salbe für zu Hause mit. Auf die Frage an den Tierarzt, ob ich jemals wieder mein rechtes Hinterbein bewegen kann, sagte er, wenn die Wunde abheilt und es nicht mehr so spannt, stehen die Chancen ganz gut. 

Frauchen kümmerte sich so lieb um mich. Ich bekam frühs und abends meine Salbe, das tat so gut! Dann konnte ich mich schön zusammenkuscheln und schlafen. 

Ganz behutsam übte sie mit mir jeden Abend, auf allen 4 Füßchen stehen und vorsichtig wieder laufen lernen. Jetzt, 3 Wochen später, erhole ich mich gut, 2 Drittel meines Rückens sind so verheilt, dass es nicht mehr so weh tut. Das hintere Drittel eitert noch und auch noch die Innenseite meines Oberschenkels. 

Ich werde von vorne bis hinten verwöhnt, bekomme nur leckere, gesunde Sachen zu fressen, die mich wieder aufgepäppeln helfen. Mein Speiseplan ist einfach nur toll, ich nehme auch schon wieder etwas an Gewicht zu. Frauchen gibt mir zusätzlich noch Schüssler Salze und Arnika-Globuli ins Trinkwasser. 

Mein Bruder Sid ist aber ganz lieb zu mir. Abends zum Freilauf im Zimmer war ich auch schon einige Minuten mit ihm unterwegs, meine Muskeln müssen sich erst wieder aufbauen. Frauchen ist immer dabei und schaut, dass es nicht zu anstrengend für mich wird. 

Naja, nach dem Tierarztbesuch stand für Frauchen schon fest, dass sie mich behalten möchte. Sie hat ja auch meine Tierarztkosten bezahlt und so durfte ich bleiben.  

Am 1. März dann die Überraschung für mich. Meine Menschen haben mir eine Traumvilla gebaut mit 3 Etagen, nur für mich. Jetzt bin ich schon kräftig genug, um hier einzuziehen. Ich muss mich hier erst zurechtfinden. Alles toll eingerichtet, sogar Sid`s tolles Laufrad habe ich bekommen, er findet nicht wirklich Spaß dran, aber ich! Ich habe vorne im Haus eine Plexiglasscheibe drin, sieht total edel aus. Sid hat ja schon eine Traumvilla, seine bekommt jetzt statt dem Gitter auch eine Plexiglasscheibe rein. Unsere Häuser stehen übereinander im Eßzimmer unserer Menschen, das soll schon chic aussehen.  

 

 

„Mein geliebtes Frauchen, es wird sicher noch einige Wochen dauern, bis ich wieder völlig gesund und fit bin. Ich verspreche Dir, mein hübsches langes weißes Fell wächst auch wieder. Im Moment sehe ich durch die braune Salbe furchtbar aus, ich weiß. Dann bin ich endlich wieder der schönste weiße Teddyhamster, den Du je gesehen hast – nur für Dich! Ich danke Dir, dass Du mir ein neues Leben geschenkt hast.“

 

 

Dein Hamstermädchen Wuschel

 

 

 

 

P.S. : Aktuelle Fotos von mir wollte Frauchen Euch nicht zeigen. Wir warten, bis mein Fell wieder nachgewachsen ist.

 

 

18. April 2009 - Heute ist es soweit - Die neuen Fotos von Wuschel. Das Fell ist wieder toll nachgewachsen. Wuschel ist wieder ganz gesund und kann wieder super laufen. Sie ist sehr anhänglich. Sie klettert mir oft an der Hose hoch und dann bis auf die Schulter und kuschelt. Ich bin stolz auf mein Wuschelchen!

 

 

 

 

 

Mehr aktuelle Fotos gibts in den "Hamsterfotos"!

 

 

 

Das ist mein Haus, als es gerade gebaut worden ist und sieht noch sehr kahl aus. Natürlich sind die Böden mit Nagerteppich bzw. Einstreu versehen worden und die Rückzugsmöglichkeiten schön kuschlig.

 

 

 

14. November 2010

 

Seit gestern morgen geht es Wuschel nicht gut. Sie frißt nicht mehr und hat an Gewicht verloren. Meine arme Wuschel. Abends saß sie traurig in ihrem Häuschen und wollte nur gestreichelt werden. Gefressen hat sie nichts und wahrscheinlich auch kaum oder nicht getrunken. Der Anblick war schrecklich. Zum Glück habe ich Pulver daheim, wo man ein Aufpäppelbrei draus machen kann. Ich habs ziemlich dünn angerührt, mit Vitamintropfen angereichert und sie mit der Plastespritze zwangsernährt. Sie hatte Hunger und hat es auch gerne genommen. Alle 4 Stunden habe ich ihr bis heute früh kleine Mengen gefüttert. Heute früh gings ihr zum Glück schon etwas besser. Aber ich habe unsere Tierarztpraxis angerufen, zu der wir großes Vertrauen haben. Wir konnten uns sofort auf den Weg machen, heute, am Sonntag!!! Es sind zwar 25 km zu fahren, aber ich habe einen Käfig für solche Fahrten, wo ihr Haus reinpaßt und so klappt das prima. Schön zugedeckt mit einem Handtuch gings los. Der Tierarzt hat sie untersucht, ihr die Zähne vorsichtig gekürzt und war froh über meine Zwangsfütterung. Das soll ich noch 2 Tage beibehalten, bis sie hoffentlich wieder alleine frißt. Einen guten Rat gab er noch mit, sie unter die Rotlichtlampe zu setzen. Den großen Transportkäfig habe ich mit Heu und genug Einstreu zurechtgemacht und in eine Ecke das Rotlicht gehangen. Sie hat sich direkt druntergelegt, zusammengekuschelt und nun schläft sie. Ein aufregender Tag war das heute. Hoffentlich gehts ihr bald wieder gut.

Leider ging sie 10 Tage später über die Regenbogenbrücke.

 

 

 

 

 

 

 

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